Museen Schloss Aschach

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Graf-Luxburg-Museum

Eine Serviette liegt auf dem Stuhl, Schatten der Dienstboten huschen über Wände, Stimmengemurmel ist zu hören … Es scheint, als wäre die gräfliche Familie noch im Schloss.

Im Graf-Luxburg-Museum tauchen Sie in die Welt der gräflichen Familie von Luxburg ein, die von 1874 bis 1967 in zwei Generationen Schloss Aschach bewohnten. Dabei durchstreifen Sie die einstigen Wohnräume der gräflichen Familie und die Arbeitsräume ihrer Dienstboten. 
Besucherinnen und Besucher erhalten so einen lebendigen Einblick in die adelige Wohn- und Lebenskultur vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in das 20. Jahrhundert hinein.

Medien-, Hör- und Hands-on-Stationen bieten Besucherinnen und Besucherin die Möglichkeit, die Ausstellung immer wieder neu zu entdecken.

Regierungspräsident, Prinzessin, Diplomat - Die Familie von Luxburg

Portraits von Gräfin Luise und Graf Friedrich. Die Gräfin schaut nach rechts. Ihre Haare sind hochgesteckt und sie trägt eine Jacke und eine große Schleife um den Hals. Der Graf trägt einen Bart und ein Jackett. Unter den Portraits steht: Luise Gräfin von Luxburg (1847-1929) und Friedrich Graf von Luxburg (1829-1905).Gräfin Luise und Graf Friedrich
© Museen Schloss Aschach, Grafik: GrafikDesign 25

Friedrich Graf von Luxburg (1829-1905), damaliger Regierungspräsident von Unterfranken und Aschaffenburg, kaufte 1874 mit seiner Ehefrau Gräfin Luise (geborene Prinzessin von Schönaich-Carolath, 1847-1929), das Schloss. Sie bauten es zum Sommersitz für sich und ihre sechs Söhne um.

Als Gräfin Luise 1929 verstarb, übernahmen ihr zweitältester Sohn Graf Karl (1872-1956) und dessen Ehefrau Gräfin Carola (geb. Martínez de Hoz, 1877-1968) das Anwesen.

1955 schenkten sie die Anlage dem Bezirk Unterfranken, der 1957 das Museum eröffnete. Gräfin Carola bewohnte bis zu ihrem Tod 1968 jedes Jahr während der Sommermonate vier Räume im mittleren Geschoss.

Portraits von Graf Karl und Gräfin Carola. Der Graf schaut nach rechts. Er trägt einen Schnurrart und ein Jackett mit Fliege. Die Gräfin schaut nach links. Ihre Haare sind hochgesteckt und sie trägt ein Kleid. Unter den Portraits steht: Karl Graf von Luxburg (1872-1956) und Carola Gräfin von Luxburg (1877-1968).Graf Karl und Gräfin Carola
© Museen Schloss Aschach, Grafik: GrafikDesign 25

Von Europa nach Asien – Die Sammelleidenschaft der Grafen

Graf Friedrich war leidenschaftlicher Sammler und pflegte intensive Kontakte zu Antiquitätenhändlern. Er begeisterte sich insbesondere für Möbel, Gemälde und kunsthandwerkliche Gegenstände, wie Glas oder Silber. Diese Leidenschaft gab er an seinen Sohn Graf Karl weiter, der durch seine diplomatische Tätigkeit in Asien seine Liebe zur Kultur Chinas entdeckte. Bei Händlern kaufte er Stücke auf und brachte sie auf teils beschwerlichem Weg nach Aschach.

Zur Sammlung europäischer Kunst gehören unter anderem Tafelgemälde der Gotik und Renaissance. Das Gemälde Judith mit dem Haupt des Holofernes von Lucas Cranach dem Älteren ist das Highlight der Sammlung.
In der Sammlung ostasiatischer Kunst werden hochkarätige Porzellane, Bronzen, und Arbeiten aus Elfenbein, Schnitzlack und Steinzeug präsentiert und wird ein Blick auf die Kultur Chinas geworfen.