Museen Schloss Aschach

1 Ort - 3 Museen

Kunst geht fremd ... und macht blau

21. Juli bis 8. November 2026

„Kunst geht fremd“ bietet Ihnen dieses Jahr die Möglichkeit, „blau zu machen“. Und das ganz ohne schlechtes Gewissen oder einen Kater am nächsten Morgen! Die Objekte von 17 unterfränkischen Museen haben sich auf den Weg gemacht und verbringen ihre Zeit in ganz neuen und anderen Umgebungen.

Die Fremdgänger nehmen eine Auszeit von dem Gewohnten und bieten Ihnen so die Möglichkeit, sie in ganz neuen und manchmal auch erstaunlichen und inspirierenden Kontexten zu erleben! Getreu dem Motto "Kunst geht fremd ... und sieht blau" setzen sich die Ausstellungsstücke alle mit den unterschiedlichen Facetten der Farbe Blau auseinander: Ob nun ganz konkret mit der Farbe oder in der Interpretation der unterschiedlichen Metaphern, die darum entstanden sind. Die Fremdgänger erzählen dabei unter anderem von altem Handwerk, neuen technischen Errungenschaften, der Vergänglichkeit, der Freiheit auf drei Rädern oder einer Zeit, die mehrere Millionen Jahre zurückliegt. So oder so helfen Ihnen die Objekte dabei – zumindest für die Dauer des Ausstellungsbesuchs – aus dem Alltag auszubrechen und im allerbesten Sinne „blau zu machen“.

17 Häuser laden die Besucherinnen und Besucher herzlich auf eine Entdeckungsreise durch ganz Unterfranken ein. Möglich wird dies durch die langjährige Unterstützung durch den Bezirk Unterfranken. Machen Sie sich auf den Weg in die vielfältige unterfränkische Museumslandschaft und lassen Sie sich die spannenden (Kunst-) Geschichten erzählen!

Weitere Informationen zur Tauschaktion erhalten Sie auf der Website von Kunst geht fremd.

Download der Broschüre

Tauschobjekt in den Museen Schloss Aschach

AKT-IONS-STUHL
Michael Heide, 1991, Holz, farbig gefasst
Fotograf: Rudolf Weinert

Der blaue AKT-IONS-STUHL von Michael Heide entstand 1991 und gehört zu den sogenannten „Wohnskulpturen“ des Bildhauers. Als Kunstwerk greift er die Form eines Sitzmöbels auf und spielt mit der Frage, wo Gebrauchsgegenstand endet und Kunst beginnt. So lädt er dazu ein, das Motto der Ausstellung augenzwinkernd aufzugreifen und gedanklich einmal „blau zu machen“.

Im Speisesaal des Graf-Luxburg-Museums setzt der Stuhl einen spannenden Kontrast zu den historischen Sitzmöbeln und eröffnet einen überraschenden Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst und historischem Ambiente. Wer genauer hinsieht, entdeckt dabei noch manches überraschende Detail.

Begleitprogramm

Öffentliche Führung in den Museen Schloss Aschach

Am 25. Oktober 2026 wird im Rahmen der öffentlichen Führung "Zu Gast bei der gräflichen Familie von Luxburg" der diesjährige Fremdgänger von "Kunst geht fremd" vorgestellt. 

Die Führung beginnt um 15.15 Uhr und dauert eine Stunde. Für die Teilnahme ist der reguläre Museumseintritt zu entrichten. 

Auch die befreundeten Museen bieten Veranstaltungen, wie Führungen, Lesungen und Aktionen, während der diesjährigen Laufzeit an. Die Termine finden Sie auf der Website von Kunst geht fremd.

Ausstellungsort und Eintrittspreise

Auf das Tauschobjekt in den Museen Schloss Aschach treffen Sie im Speisesaal des Graf-Luxburg-Museums. Der Besuch des Tauschobjekts ist im regulären Eintrittspreis inbegriffen.

Tauschobjekt aus den Museen Schloss Aschach

Arbeitstracht aus Blaudruck-Stoff
Anna Heck, Ochsenfurter Gau, zwischen 1930 und 1960, Baumwolle
Fotografin: Ronja Raabe

Die Museen Schloss Aschach haben an das Deutsche Fastnachtmuseum Kitzingen eine Arbeitstracht aus Blauddruck-Stoffen gesendet. 

Zwischen 1930 und 1960 trug Hedwig Köhler, eine der letzten Trachtträgerinnen der Region, diese Kleidung. Das weiße Muster auf blauem Grund entstand im Blaudruckverfahren: Mithilfe eines farbundurchlässigen Papps und Modeln wird das Muster auf den Stoff aufgebracht, der anschließend mehrfach in ein Indigo-Farbbad getaucht wird. Nach dem Entfernen des Papps erscheint das charakteristische blau-weiße Muster.

Der blaue „Fremdgänger“ schlägt im Vorraum des Kitzinger Fastnachtmuseums eine Brücke zum blauen Ornat der Beueler Wäscheprinzessin. Wann Sie die Tracht in Kitzingen besichtigen können, erfahren Sie auf der Website des Hauses.